Forum / Grundlagen der Fertigungstechnik / Hauptzeit beim drehen der Planringfläche von Da nach Di

Hauptzeit beim drehen der Planringfläche von Da nach Di

Bei der hauptzeit steht th1 = (L/Vc) i. Wieso wird hier durch Vc dividiert ?? Wieso nicht durch die Vorschubgeschwindigkeit Vf? Außerdem folgt, = DmpiZi/(Vc*1000) . Und jetzt das hier? Nur so aus dem nichts erschienen.

Benutzername ±0

Wenn du die Formel auf S. 150 meinst:

Wie du auf S. 148 im Skriptum sehen kannst, haben v_c und v_f im Grunde dieselbe Einheit. Beim Längsdrehen gehen wir davon aus, dass wir einen konstanten Durchmesser bearbeiten und mit einer konstanten Drehzahl fahren, also haben wir auch konstanten Vorschub und Schnittgeschwindigkeit.

Beim Plandrehen mit konstanter Schnittgeschwindigkeit ist, wie der Name schon sagt, kein konstanter Vorschub erwünscht sondern ein konstante Schnittgeschwindigkeit! Sprich die Drehzahl der Spindel ist beim Bearbeiten am Außendurchmesser geringer als in der Nähe der Achse, wobei sie in der Achse unendlich wird. Das ist manchmal schwer vorzustellen, aber denk dirs so: Wenn z. B ein Autoreifen am Umfang in einer gewissen Zeit ein gewisse Strecke zurücklegen soll, so muss sich ein viel kleinerer Autoreifen dementsprechend viel schneller drehen, um in derselben Zeit die selbe Strecke zurücklegen zu können.

Und die Formel kommt nicht aus dem nichts, sondern ist hergleitet mit und aus den vorhergehenden Formeln im Skriptum.

Dion ±0

Schnittweschwindigkeit ist hier so recht ich verstanden habe die tangential Geschwindigkeit (oder auch w*r, Winkelgeschwindigkeit mal Radius).Vorschubgeschwindigkeit ist hier translatorisch , die Geschwindigkeit um vom Außendurchmesser D_a bis zu D_1 zu kommen . Die Zeit um zu drehen sollte von der translatorischen Geschwindigkeit, um bis zur Mitte zu kommen, abhängig sein; und nicht von der tangentialen Geschwindigkeit. Wieso wird für die Zeit t Der Weg L durch V_c dividiert? Danke für die Antwort.

Benutzername ±0

Die Vorschubgeschwindigkeit, egal ob parallel zur Achse oder normal zur Achse, ist immer translatorisch.

Stimmt schon so: v_c = w (omega) * r = L * i / t

Über diesen Zusammenhang und der Formel (glaube ich) w = 2 * pi * n kommt man auf die andere.

Die Schnittgeschwindigkeit ist, wie du schon sagst, die Winkelgeschwindigkeit mal Radius, aber auch - wie oben - die gesamte Schnittlänge (L * i) dividiert durch die Zeit t die dafür benötigt wird!

Und beim Plandrehen mit konstanter Schnittgeschwindigkeit ist nicht die Drehzahl konstant, sondern die Schnittgeschwindigkeit - hier muss ich mich ausbessern - UND der Vorschub. Der Radius r wird immer kleiner, und die einzige Möglichkeit v_c konstant zu halten, ist das w, bzw. n zu erhöhen.

Dion ±0

v_c = w (omega) * r = L * i / t, sodass t = Li/v_c. Außerdem ist L hier D_mpi*Z, sozusagen nicht die lineare Strecke von D_a nach D_1, sondern der dreh-weg der sozusagen "begangen" wird bis der Meißel D_1 erreicht.

Hier wurde D_m als Arithmetisches Mittle von D_a nach D_1 genommen, also ist die Formel nicht GANZ exakt, jedoch gut genug ohne sie zu über-komplizieren.

Ich glaube ich verstehe jetzt alles, oder?

Danke nochmals, die erste Formel hat viele dinge klar gemacht !

Benutzername +1

Exakt!

Soweit ich mich erinnere, stehen auf S. 150 auch noch Formeln um das D_m genauer approximieren zu können. Aber vielleicht irre ich mich oder sie stehen mit etwas anderem im Zusammenhang.

Aber ansonsten hast du es verstanden, denke ich :)

Sorry, die Kommentarfunktion ist geschlossen.